2019 wollen Sie mit Ihrer Webseite richtig durchstarten? Dann sind Sie hier genau richtig! In unserem SEO Ratgeber finden Sie alles (und wir meinen wirklich ALLES), was Sie brauchen, um Ihre Webseite in Bestform für Top-Platzierungen bei Google zu bringen – nicht nur für 2019, sondern auch darüber hinaus.

Keine Sorge: Es wird praktisch! Natürlich sorgen wir auch für das nötige Grundwissen, größtenteils haben wir für Sie aber handfeste Tipps und Best-Practices zusammengestellt, mit denen Sie direkt Ihre Suchmaschinenoptimierung starten können.

Also worauf warten wir noch? Legen wir los!

 

I. Was ist SEO?

Definition und Grundlagen

Im ersten Teil unseres Ratgebers wollen wir die Wissensgrundlagen rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung vermitteln. Dabei gehen wir auf die folgenden Themen ein:

  • Definition SEO
  • Warum SEO?
  • Wann braucht man eine Suchmaschinenoptimierung?
  • Wie funktioniert eine Suchmaschinenoptimierung?
  • Wie verläuft eine Suchmaschinenoptimierung?

Definition SEO?

Definition: Unter dem Begriff SEO (Suchmaschinenoptimierung) werden Maßnahmen zusammengefasst, die das Ranking einer Webseite in den Google SERPs verbessern sollen.

google serp

Beispiel für eine Google SERP

SEO ist eine Unterkategorie von Suchmaschinenmarketing (auch SEM, englisch: Search Engine Marketing) und neben SEA die wichtigste Methode, mit der Sie Webseiten über Suchmaschinen für potentielle Kunden sichtbar machen können. Grundlegend wird die Suchmaschinenoptimierung in zwei Bereiche unterteilt: die Offpage-Optimierung (Offpage SEO) und die Onpage-Optimierung (Onpage SEO).

Warum SEO? – Ziele und Vorteile der Suchmaschinenoptimierung

Die Suchmaschinenoptimierung ist ein zielgerichteter Prozess, mit dem das Ranking einer Webseite in den organischen Suchergebnissen verbessert werden soll. Das Ziel von SEO ist damit klar: eine möglichst hohe Positionierung in den SERPs. Allerdings ist das lange nicht alles, was Sie mit einer Optimierung erreichen können. Die wichtigsten SEO Ziele haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Welche Ziele hat die Suchmaschinenoptimierung?

  1. Sichtbarkeit im Netz
    Wer in den SERPs starke Positionen erreicht, wird damit sichtbar.
  2. Mehr Traffic
    Mehr Sichtbarkeit bedeutet auch mehr Besucher. So sprechen Sie mit einer Suchmaschinenoptimierung mehr Kunden an.
  3. Conversions & Umsatz
    Mit mehr Besuchern steigern sich im Idealfall auch die Conversions (oder die Anzahl an Leads) und damit der Umsatz.
  4. Branding & Image
    Wer zu relevanten Suchbegriffen top positioniert ist, wird bekannt. So stärkt man mit der Optimierung auch sein Image.

In der Regel sind diese vier Ziele eng miteinander verbunden: Mehr Sichtbarkeit bedeutet mehr Traffic und damit auch mehr Conversions, Leads und Umsatz. Die Stärkung des Images und das Branding über die organischen Suchergebnisse ist ein nützlicher Nebeneffekt der Suchmaschinenoptimierung, auf dem Sie mit weiteren Online Marketing Maßnahmen aufbauen können. 

Was sind die Vorteile einer Suchmaschinenoptimierung?

SEO ist nicht die einzige Methode im Online Marketing, allerdings ist sie eine der stärksten und lohnenswertesten. Wir haben im Folgenden die wichtigsten Vorteile von SEO zusammengefasst:

  1. Kosteneffizient
    Während für SEA Kosten pro Klick auf die Anzeige anfallen, ist der Klick auf Ihre Webseite in den SERPs für Sie völlig kostenlos.
  2. Langanhaltend
    Eine Suchmaschinenoptimierung ist nachhaltig und langfristig angelegt. Ein starkes Ranking zu relevanten Suchbegriffen wird mit Bedacht aufgebaut und kann dann auch langfristig erhalten bleiben.
  3. Flexibel & messbar
    Im Gegensatz zu vielen anderen Marketing Maßnahmen lässt sich die Effektivität der Optimierung messen. Sobald es Probleme mit dem Ranking gibt, können schnell und flexibel Maßnahmen ergriffen werden. Auch auf Veränderungen am Markt können Sie zeitnah reagieren.
  4. Basis für mehr
    Eine gut positionierte und stark aufgestellte Webseite ist Ihr Aushängeschild und eine Basis für viele weitere Online Marketing Maßnahmen. So bildet die Suchmaschinenoptimierung auch für SMM, PR und andere Zwecke eine optimale Ausgangslage.

Wann braucht man eine Suchmaschinenoptimierung?

SEO ist sinnvoll, wenn...

  • ... eine Webseite nicht gefunden wird und darum sehr wenig Traffic hat.
  • ... eine Webseite zwar in den SERPs erscheint, Traffic oder Conversions allerdings ausbleiben.
  • ... eine Webseite zwar sichtbar ist, aber nicht zu relevanten Suchanfragen gefunden wird.
  • ... eine Webseite auf einmal starke Ranking-Verluste aufweist.
  • ... eine Webseite von Google abgestraft wurde.

Wie funktioniert eine Suchmaschinenoptimierung?

SEO beruht auf einem einfachen Prinzip: Um mit einer Webseite potentielle Kunden zu erreichen, muss diese über Suchmaschinen wie Google bei relevanten Suchanfragen erscheinen.

Google & Co. wollen Nutzern immer die bestmögliche Antwort auf ihre Suchanfrage liefern. Damit stehen Suchmaschinen vor einer großen Aufgabe: Sie müssen verstehen, was Nutzer sich wünschen und dann beurteilen, welche Webseiten unter Millionen diesen Wunsch erfüllen. Hierzu haben Suchmaschinen spezielle Algorithmen entwickelt, also Programme, die Webseiten anhand spezifischer Kriterien untersuchen und bewerten. Man spricht hier von sogenannten Ranking-Kriterien. Diese betreffen alle Aspekte einer Website, also Inhalt, Technik, Gestaltung und Vernetzung im Web.

Aufgabe der Suchmaschinenoptimierung ist es, Webseiten genau an die von Google aufgestellten Ranking-Kriterien anzupassen.

Die Suchmaschinenoptimierung unterteilt sich in die Onpage-Optimierung (auch Onsite Optimierung) und die Offpage-Optimierung (auch Offsite Optimierung).

Was bedeutet Offpage-Optimierung?

Der Begriff „Offpage“ bezeichnet alles, was nicht auf der Webseite selbst zu finden ist. Die Offpage-Optimierung umfasst damit vor allem das sogenannte Linkbuilding (Linkaufbau).

Die Offpage Optimierung ist eine der zwei Säulen, auf denen der Erfolg einer Webseite steht. Als Netzwerk aus Verweisen und Empfehlungen bildet sie die Verankerung einer Seite im Web.

Wenn Google eine Website analysiert und beurteilt, dann schaut sich die Suchmaschine auch an, wie die Seite im Web vernetzt ist. Der Gedanke dahinter: Wenn Andere auf eine Seite verweisen, dann kommt dies einer Empfehlung gleich. Diese Empfehlungen – also Verlinkungen – nennt man Backlinks und sie wirken sich positiv auf das Ranking einer Seite aus.

Beim Linkbuilding sollte man daher mit Bedacht vorgehen und langfristig planen. Ein gesundes, hochwertiges Backlinknetzwerk baut man konsequent und kontinuierlich.

Was bedeutet Onpage-Optimierung?

Der Begriff „Onpage“ beschreibt alles, was auf der Webseite selbst zu finden ist. Die Onpage Optimierung betrifft damit technische, inhaltliche und gestalterische Bestandteile einer Seite. Ziel ist es, die Website mit Hinblick auf die Anforderungen von Usern und Suchmaschinen rundum fit zu machen.

Die Teilbereiche der Onpage-Optimierung:

1. Technik
Wie steht es um die Struktur und die technische Basis der Webseite? Metadaten, Pagespeed, Sicherheit, URLs, Siloing... diese und weitere Faktoren werden hier überprüft und wenn nötig im Rahmen der Optimierung angepasst. Man spricht hier auch von technischem SEO, das als Maßnahme auch einzeln durchgeführt werden kann. Ziel aller Bemühungen ist es, eine klar aufgebaute, schnelle und funktionale Webseite zu garantieren, die Nutzer und Suchmaschinen gleichermaßen überzeugt.

 

2. Content
Gibt es Duplicate Content, bieten die Texte einen Mehrwert und sind sie SEO optimiert? Diese Fragen müssen im Rahmen einer Suchmaschinenoptimierung beantwortet werden. Inhalte sind sowohl für Suchmaschinen als auch für User besonders wichtig, denn durch sie wird ein Angebot verstanden und kann überzeugen. Wer mit spannenden Texten deutlich macht, worum es auf seiner Webseite geht, und dabei auch noch zum Weiterlesen sowie zur Aktion anregt, macht alles richtig.

 

3. User Experience & Gestaltung
Nicht nur Technik und Inhalt haben einen Einfluss darauf, ob eine Website den Anforderungen von Google & Co. entspricht. Eine vollständige Suchmaschinenoptimierung bezieht auch die Gestaltung der Seite mit ein und prüft, ob sie eine angenehme, zielführende User Experience bietet. Treten hier Probleme auf, so können Maßnahmen wie ein Re-Design oder eine Conversion Optimierung helfen.

 

Sowohl bei der Onpage- als auch bei der Offpage-Optimierung gilt: Alle Arbeitsschritte sind im Idealfall Teil einer zielgerichteten Strategie und sollten aufeinander abgestimmt werden.

Wie verläuft eine Suchmaschinenoptimierung?

Eine Suchmaschinenoptimierung besteht aus drei Phasen, die aufeinander aufbauen: Analyse, Optimierung und Monitoring.

seo grafik suchmaschinenoptimierung

  • Phase 1: Die SEO Analyse
    Um herauszufinden, was im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung überhaupt geschehen muss, ist eine genaue Analyse des Ist-Zustands notwendig. Hierbei werden alle wichtigen Onpage- und Offpage-Faktoren überprüft. Die Suche beschränkt sich nicht nur auf Fehler und Probleme, sondern auch auf Möglichkeiten, die bisher vielleicht vernachlässigt wurden.
  • Phase 2: Die Optimierung
    Nachdem durch die SEO Analyse geklärt wurde, was genau an der Website getan werden muss, startet die eigentliche Optimierung. Alle notwendigen Maßnahmen im Onpage- und im Offpage-Bereich werden durchgeführt. Technische Probleme werden ausgebessert, hochwertige Texte werden erstellt sowie eingebaut und der Aufbau von organischen Backlinks startet.
  • Phase 3: Monitoring & Controlling
    Ein großer Vorteil im Online Marketing ist die schnelle Überprüfbarkeit aller Maßnahmen. Zwar dauert es in der Regel eine Weile, bis eine Webseite mit Keywords platziert ist, viele Daten zur Optimierung lassen sich aber sofort ablesen, so etwa technische Verbesserungen. War die Suchmaschinenoptimierung erfolgreich oder muss nachgebessert werden? Sind die Besucherzahlen gestiegen oder gefallen? Gibt es Veränderungen (z.B. ein Google Update), die weitere Optimierungsschritte notwendig machen? Diese Fragen lassen sich nur durch konstantes Monitoring beantworten. Der wache Blick auf die Entwicklung einer Webseite ist somit unabdingbar für ihren Erfolg.

SEO ist nie vorbei, denn das Netz ist ständig in Bewegung! Veränderungen am Markt können sich hier sehr schnell vollziehen. Ebenso rasant kann eine Veränderung im Algorithmus der Suchmaschinen das Ranking stark beeinflussen. Die Suchmaschinenoptimierung ist im Idealfall keine einmalige Maßnahme, sondern ein stetiger Prozess, in dem sich die drei grundlegenden Schritte immer wiederholen. Frei nach dem Motto: „Und weil es so schön war, machen wir das direkt nochmal!“.

II. Die Suchmaschinenoptimierung Schritt für Schritt – So gehen Sie vor

Nachdem wir im ersten Teil unseres Guides die Grundlagen behandelt haben, krempeln wir jetzt die Ärmel hoch und machen wir uns an die Optimierung.

Wie gehen Sie dabei am besten vor und was müssen Sie beachten? Mit unseren handfesten Tipps und Hinweisen zu Best-Practices klappt es!

1. Schritt: Die SEO Analyse

Die SEO Analyse bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte und sollte daher gründlich ausfallen.

Zunächst wird die Webseite selbst überprüft.

Typische Fragen, die man sich im Rahmen der Analyse stellen sollte sind:

  • Wie ist meine aktuelle Platzierung in den SERPs?
  • Wie viel Traffic generiere ich über die SERPs?
  • Wie lange braucht meine Website, um zu laden?
  • Ist meine Webseite SSL verschlüsselt und generell sicher?
  • Ist meine Webseite gut strukturiert und gut navigierbar?
  • Mit welchen Keywords ranke ich und wie fällt das Ranking aus?
  • Habe ich sprechende URLs verwendet?
  • Ist mein Content aktuell und SEO-optimiert?
  • Ist meine Seite auch für mobile Endgeräte optimiert?
  • Wie viele Backlinks führen zu meiner Seite und sind diese Backlinks gesund sowie hochwertig?
  • Wie stehe ich in all diesen Punkten im Vergleich zu meiner Konkurrenz da?

Um diese und weitere Fragen rund um Technik, Inhalt und Vernetzung der Seite zu beantworten, können Sie spezielle SEO Tools nutzen. Diese liefern eine verlässliche Datenbasis, auf der Sie die weitere Strategie aufbauen.

Die wichtigsten SEO Tools im Überblick

SEO Tools von Google
Google selbst bietet Webmastern und SEOs die Möglichkeit, wichtige Daten über ihre Webseite zu erfassen und erste Schritte in Richtung einer Suchmaschinenoptimierung zu planen. Drei besonders starke Werkzeuge stellen wir hier vor:

  • Google Search Console
    Die Google Search Console ist spezifisch als Tool für die Überprüfung und Optimierung von Webseiten gedacht und daher sehr hilfreich. Die Search Console erlaubt es, Seiten neu indexieren zu lassen und Fehler auf der Webseite zu erkennen, die für Google das Crawling oder die Indexierung erschweren. Generell erhalten Sie hier einen guten ersten Überblick über Ihre Webseite.
  • Google Analytics
    Google Analytics ist ein mächtiges Tracking-Tool zur Analyse von Webseiten. Nachdem Sie den notwendigen Tracking-Code auf Ihrer Seite eingebaut haben, erhalten Sie alle nur erdenklichen Daten über Ihre Zielgruppe. Allerdings müssen Sie diese Daten auch interpretieren können. Google Analytics ist sehr komplex und erfordert entsprechendes Vorwissen und Know-how. Wer sich einmal damit befasst hat, wird davon aber langfristig profitieren!
  • Google Keyword Planner (Ubersuggest)
    Speziell für die Suche nach passenden Keywords ist der Google Keyword Planner ideal. Das früher separat zugängliche Tool ist heute Teil von Google Ads (früher AdWords) und für die Nutzung benötigen Sie dementsprechend einen Google Ads Account. Beachten Sie, dass der Keyword Planner für Ads Accounts, in denen kein Budget vorhanden ist, sehr ungenaue Daten anzeigt. Sofern Sie also noch keinen aktiven Ads Account mit Budget verwenden, empfehlen wir die Nutzung von Ubersuggest. Dieses Tool bietet die gleichen Daten wie der Keyword Planner – zum Teil viel genauer.

 

Die Entwicklung einer SEO Strategie – So geht’s!

Ein zweiter wichtiger Schritt der SEO Analyse ist die Entwicklung einer schlüssigen SEO Strategie. Auf Basis der gewonnenen Daten werden alle notwendigen Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung zusammengetragen und ihre Durchführung wird genau geplant.

Wie entsteht eine gute SEO Strategie?

  1. Zieldefinition: Ein besseres Ranking, mehr Conversions oder Leads, eine starke Basis für Social Media Kampagnen – eine Suchmaschinenoptimierung kann viele Ziele haben. Legen Sie klar fest, in welche Richtung Ihre Optimierung wirken soll.
  1. Ausrichtung der SEO-Maßnahmen: Soll die Optimierung auf lokaler, nationaler oder internationaler Ebene wirken? Diese grundlegende Frage hat großen Einfluss darauf, wie die anschließenden Maßnahmen ausfallen, denn je nach Region und Land gibt es Besonderheiten, die beachtet werden müssen.
  1. Budget- und Ressourcen-Planung: Überlegen Sie genau, ob die Optimierung durch Sie selbst ausgeführt werden kann, oder ob Sie eine SEO Agentur beauftragen wollen. Bedenken Sie, dass die Suchmaschinenoptimierung nicht nur initial, sondern fortlaufend Ressourcen beanspruchen wird.
  1. Keywording: Mit welchen Schlüsselbegriffen möchten Sie bei Google und Co. gefunden werden? Die Antwort auf diese Frage ist maßgeblich für die Ausrichtung Ihrer Suchmaschinenoptimierung. Welche Suchbegriffe für Sie relevant sind, entscheiden Sie am besten durch einen Blick auf Ihr Angebot, die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe und die Begriffe, zu denen Ihre Konkurrenten ranken.
  1. Planung der OnPage-Optimierung: Auf Basis der Analyse planen Sie alle notwendigen OnPage-Maßnahmen.
  1. Planung der OffPage-Optimierung: Wie sollen langfristig Backlinks aufgebaut werden? Legen Sie in diesem Schritt fest, wie Sie Ihre Seite im Web sinnvoll vernetzen können.
  1. Planung von Controlling & Monitoring: Wie soll gemessen werden, ob die festgelegten Ziele erreicht wurden? Planen Sie in diesem Schritt, welche Maßnahmen zur regelmäßigen Kontrolle notwendig sind, und legen Sie fest, welche Faktoren in Zukunft überprüft werden sollen.

Es gibt viele Aspekte, auf die Sie bei der Planung einer SEO Strategie achten müssen. Die von uns vorgestellten Tools werden Ihnen bei der Planung helfen, allerdings verlangt das von Ihnen immer Zeit zur Einarbeitung. Wenn Sie sich diesen Arbeitsschritt sparen möchten, ist die Unterstützung einer SEO Agentur dazu geeignet, das feste Fundament Ihrer Suchmaschinenorientierung zu bilden.

2. Schritt: Onpage Optimierung – So wird Ihre Seite fit

Nachdem Sie Ihre Webseite analysiert und die Suchmaschinenoptimierung geplant haben, können Sie mit der Onpage Optimierung beginnen. Diese gliedert sich in insgesamt vier Bereiche:

  • Technisches SEO
  • Webseiten Architektur
  • Mobile Optimierung
  • Content Optimierung

Technisches SEO allgemein – Indexierung, Pagespeed, Sicherheit & Co.

Der Begriff technisches SEO wird häufig gleichbedeutend mit dem Begriff OnPage-Optimierung verwendet. Da wir in unserem Guide auf einzelne Bereiche dieser Optimierung jedoch ganz spezifisch eingehen wollen, fassen wir unter Technical SEO erst einmal nur die folgenden Punkte zusammen:


1. Indexierung & Crawling

Damit eine Website von Google sowie anderen Suchmaschinen überhaupt wahrgenommen und untersucht werden kann, muss sie crawlbar sein. Crawler sind Programme, die von Suchmaschinen zur systematischen Erfassung von Webseiten eingesetzt werden. Nachdem eine Website gecrawlt wurde, kann sie indexiert und damit von Google eingeordnet werden.
Indem Sie durch eine robots.txt oder eine XML-Sitemap Einfluss darauf nehmen, wie der Crawler Ihre Seite erfasst, haben Sie auch hier die Möglichkeit zur genauen Optimierung.
Speziell zur Indexierung gibt es zusätzliche Optimierungsschritte, auf die wir in unserem SEO Guide im Zusammenhang mit der Webseiten Architektur noch genauer eingehen werden.


2. Pagespeed – Ein Rankingfaktor, den Sie 2019 nicht unterschätzen dürfen

Die Ladegeschwindigkeit ist für Suchmaschinen wie Google ein wichtiger Rankingfaktor und damit auch bei der technischen Suchmaschinenoptimierung ein zentraler Punkt.
Wer selbst häufig im Netz nach Informationen oder Produkten recherchiert, kennt das Problem sicher: Eine Seite braucht zu lange, um vollständig angezeigt zu werden. Nach nur wenigen Momenten verlässt man sie wieder, um an anderer Stelle schneller fündig zu werden.
Grundlegend gilt: eine Webseite sollte im Idealfall innerhalb von 1,5 bis 3 Sekunden geladen sein, andernfalls springen User mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ab. Für Suchmaschinen ist die hohe Absprungrate ein deutliches Signal dafür, dass Nutzer hier nicht das vorfinden, was sie suchen. Das Google RankBrain (hierzu später mehr), wertet auch diese Daten aus und so fließen sie indirekt ins Ranking mit ein.

Wie funtioniert eine Pagespeed-Optimierung?

Ob eine Webseite zu langsam lädt, kann man schnell mit entsprechenden Tools feststellen. Mit den Google Pagespeed Insights finden Sie dann genau heraus, woher die Probleme stammen.

Typische Gründe für eine langsame Website sind:

  • der Server ist zu langsam
  • umständlicher, aufgeblähter Quellcode
  • zu große und nicht optimierte Bilder
  • Java Script und CSS laden am Anfang
  • Caching Probleme

Für Ihre Suchmaschinenoptimierung ist es unverzichtbar, diese Probleme zu beheben. Nur so können Sie gewährleisten, dass Ihre Website schnell verfügbar ist und damit auch ein besseres Ranking vorweisen kann.

Tipp: Eine Pagespeed Optimierung ist immer ein sehr individueller Prozess und benötigt viel Know-how. Lassen Sie sich im Zweifel von Experten beraten.

seo guide pagespeed

Beispiel einer PageSpeed-Analyse

3. Sicherheit – Verschlüsselung als Rankingfaktor
Um zu gewährleisten, dass die von Suchmaschinen ausgegebenen Webseiten für die Nutzer auch sicher sind, prüfen Google & Co. die Verschlüsselung. Datenschutz ist ein wichtiger Rankingfaktor, den heute niemand mehr vernachlässigen kann. Dabei ist ganz egal, welche Art von Daten zwischen Nutzer und Webseite übermittelt werden: Eine SSL-Verschlüsselung (also die Aufrufbarkeit über HTTPS) ist für 2019 unverzichtbar.

4. Metadaten & Rich Snippets – In den SERPs richtig erscheinen
Meta-Title und Meta-Description werden von Google in den SERPs angezeigt. Sie sind damit oft das erste, was Nutzer von Ihrer Website sehen. Durch die Gestaltung Ihrer Metadaten haben Sie die Möglichkeit, visuell unter den Mitbewerbern hervorzustechen und mit einem kurzen, überzeugenden Text User für sich zu gewinnen. Der Meta-Title ist außerdem ein Ranking Faktor.

Im Rahmen einer Suchmaschinenoptimierung sollten Sie bei den Metadaten die folgenden Fragen beachten:

  • Sind für jede Seite individuelle Meta-Daten vorhanden?
  • Haben die Meta-Daten die richtige Länge und werden nicht von Google mit „...“ abgeschnitten bzw. werden alle Zeichen korrekt in den SERPs dargestellt?
  • Sind die Meta-Daten ansprechend geschrieben und gestaltet, d.h. animieren sie zur Aktion?

5. Quellcode – Die Suchmaschinenoptimierung als Gelegenheit zum Verschlanken

Der Quellcode Ihrer Website ist das Grundgerüst, auf dem alle weiteren technischen Aspekte ruhen. Wenn hier Unordnung herrscht, dann hat das große Auswirkungen, z.B. auf die Ladezeit.

Bei SEO sollten Sie den Quellcode überprüfen und wenn nötig überarbeiten. Auch hierbei kann es sich lohnen, einen Profi zu beauftragen, der nicht nur Probleme erkennen, sondern auch effiziente Lösungen anbieten kann.

Webseiten Architektur – Sprechende URLs, Klicktiefe, Siloing & Co.

Damit Crawler und Suchmaschinen Ihre Webseite richtig verstehen, orientieren sie sich stark an deren Struktur. Ähnlich wie in unserem SEO Guide Überschriften, Stichpunkte, Inhaltsverzeichnisse und andere Elemente für Übersicht sorgen, leistet das auch der Aufbau Ihrer Webseite. Bei der Suchmaschinenoptimierung ist es daher wichtig, den Crawlern – und auch dem User – mit einer klaren, logisch aufgebauten Website-Architektur entgegenzukommen.

Was müssen Sie für eine gute Website-Architektur beachten?

Planen Sie den Aufbau Ihrer Webseite logisch und hierarchisch von Ihrem Haupt-Thema ausgehend zu verschiedenen Unterpunkten.

An erster Stelle steht die Hauptseite (Ebene 1). Über eine Navigation sind darüber Hauptkategorien (Ebene 2) zu erreichen, die wiederum in Unterkategorien (Ebene 3 – n) und eventuell noch in Produkte oder Leistungen (Ebene 4-n) aufgeteilt sind. Mit diesem Vorgehen planen Sie übrigens nicht nur den Aufbau, sondern auch die Navigation auf Ihrer Seite.

Im Rahmen der Optimierung sind außerdem die folgenden Punkte für eine ideale Website Architektur zu beachten:

  • Klicktiefe
  • URL Struktur
  • Siloing

1. Klicktiefe – Wichtige Informationen, nur ein paar Klicks entfernt!
„Wichtige Seiten sollten nicht mehr als 3 Klicks von der Startseite entfernt sein.“
Diese Regel zur sogenannten Klicktiefe sollten Sie bei der Überarbeitung Ihrer Webseiten Architektur unbedingt beachten.

Die Idee dahinter ist klar: Wenn die Startseite den Eingang zu Ihrer Webseite bildet, dann sollen wichtige Inhalte von hier aus schnell und intuitiv erreichbar sein. Das ist für Google auch laut eigener Aussage ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Beurteilung einer Webseite.
Prüfen Sie bei einer Suchmaschinenoptimierung genau, ob alle wichtigen Unterseiten von der Hauptseite aus gut zugänglich sind und nehmen Sie Anpassungen vor, sofern dies nicht der Fall ist.

2. URL-Struktur – Einfach und übersichtlich gestalten
Für URLs gilt: Sie müssen gut lesbar sein und die Kategoriestruktur widerspiegeln. Beide Eigenschaften machen es Google und Ihren Usern leicht, die Webseitenarchitektur zu verstehen und sich auf Ihrer Seite zurechtzufinden.

Oft ist in diesem Zusammenhang die Rede von sprechenden URLs. Damit ist gemeint, dass die URL allein schon ausreicht, um Nutzer wissen zu lassen, wo sie sich auf einer Seite befinden und worum es geht. Ein Beispiel dafür wäre eine URL wie „www.sumax.de/seo-guide“. Mit dieser URL wissen Sie genau, was Sie auf der zugehörigen Seite finden. Außerdem ist es viel leichter, sich die URL zu merken.

Was ist für eine gute URL Struktur wichtig?
Das Hauptziel ist es, die URL für User und Suchmaschinen gleichermaßen leicht lesbar zu machen. Um dies zu gewährleisten, sollten Sie die folgenden Tipps beachten:

  • Kurz und knapp: Gestalten Sie die URLs so einfach und dabei aussagekräftig, wie möglich. Verzichten Sie auf typische Füllwörter und unnötige Formulierungen.
  • Wichtige Keywords: Nutzen Sie Schlüsselbegriffe und Keywords, um die Einordnung der Seiten zu erleichtern.
  • Keine Sonderzeichen: Sonderzeichen haben in einer sauberen URL nichts verloren. Aus ä, ö und ü werden ae, oe und ue.
  • Worte trennen: Nutzen Sie Bindestriche, um einzelne Worte zu trennen. So machen Sie die URL leichter lesbar.
  • Keine Parameter oder Session IDs: Beide Arten von Bezeichnungen sind für User unverständlich und blähen die URL auf.
  • Keine Großbuchstaben: Nutzen Sie für Ihre URLs nur Kleinschreibung.

Achten Sie bei Ihrer Suchmaschinenoptimierung darauf, sprechende URLs nach diesen Anforderungen zu gestalten und damit nicht nur Nutzern, sondern auch Crawlern klar zu zeigen, wie Ihre Webseite aufgebaut ist.

3. Siloing & interne Verlinkungen – Zusammenhänge herstellen

Mit den oben kurz angerissenen Grundzügen der Website Architektur haben wir auch die Grundidee hinter dem Begriff Siloing schon angedeutet.

Was bedeutet Siloing in der Suchmaschinenoptimierung?
Siloing bezeichnet eine Methode zur Strukturierung von Inhalten auf einer Webseite. Wie oben bereits am Beispiel der verschiedenen Ebenen gezeigt, geht es um eine genaue Aufteilung der Seiten anhand von über- und untergeordneten Themen.
Stellen wir uns einen Online Shop für Lebensmittel vor, so könnten übergeordnete Themen beispielsweise Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch sein. Von der Startseite aus bilden diese Themen jeweils eigene Silos.

Diese Silos sind wiederum in untergeordnete Themen gegliedert, also z.B. bei Fleisch in Rind, Schwein und Geflügel. Geflügel kann wiederum in Hühnchen, Pute, Strauß und mehr aufgeteilt werden. Theoretisch kann die Aufspaltung der einzelnen Themen so lange fortgeführt werden, wie sie für den Nutzer zur Orientierung sinnvoll und übersichtlich ist.

infografik interne verlinkung

Ein weiterer wichtiger SEO Faktor im Zusammenhang mit der Strukturierung von Inhalten sind interne Verlinkungen.

Was sind interne Verlinkungen?
Interne Verlinkungen sind Links, die von einer Unterseite auf eine andere Unterseite der gleichen Domain verweisen.
Interne Verlinkungen werden dazu genutzt, Crawlern die Struktur einer Webseite deutlicher zu machen und zu zeigen, welche Seiten thematisch miteinander verbunden sind. In unserem Beispiel wäre es etwa sinnvoll, innerhalb eines Silos einzelne Themen durch interne Links zu verbinden. So könne man Pute, Huhn und andere Geflügelsorten miteinander verlinken und jede Sorte auch wieder an die Kategorie-Seite für Geflügel anbinden.

Worauf sollte man bei internen Verlinkungen achten?

  • Thematisch sinnvoll verlinken: Interne Verlinkungen sollten nicht wild durcheinander gesetzt werden. Nur weil man aus Rindfleisch Gulasch machen kann, ist eine Verlinkung von Tomaten und Rind nicht direkt sinnvoll. Achten Sie bei der Suchmaschinenoptimierung auf logische Zusammenhänge und verlinken Sie Unterthemen primär innerhalb der Silos.
  • Nicht zu viel verlinken: Zu viele interne Verlinkungen können Crawler (und Nutzer) verwirren. Das Überthema Geflügel mit den Unterthemen Huhn, Pute usw. intern zu verlinken, ist sinnvoll. Vielleicht gibt es einen besonderen Bestseller unter den individuellen Produkten, auf den Sie schon in der Überkategorie hinweisen möchten (Stichwort Klicktiefe). Jedes einzelne Produkt aus dem Silo zu verlinken, ist hingegen verwirrend und wenig zielführend. Denken Sie bei der Suchmaschinenoptimierung darüber nach, ob die Verlinkung für Ihre Nutzer hilfreich ist und dazu beiträgt, die Struktur der Seite zu erklären.
  • An der richtigen Stelle verlinken: Eine interne Verlinkung aus dem Fließtext oder aus dem Header-Bereich wird stärker gewertet. Verlinken Sie im Footer, so ist das zwar auch wirksam, hat aber für Crawler keine so hohe Relevanz wie ein Verweis aus dem Content.
  • Mit den richtigen Keywords verlinken: Setzen Sie interne Links passend zu den verwendeten Begriffen im Text. Der Ankertext „Unsere Auswahl an Putenfleisch“ eignet sich viel besser zur Verlinkung auf die Unterkategorie „Pute“, als ein Ankertext wie: „viele weitere Geflügelsorten“.

Die Architektur Ihrer Webseite ist das Grundgerüst, auf dem Crawler ihre Analyse aufbauen. Wenn Sie im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung die hier aufgeführten Punkte berücksichtigen, machen Sie es für Google und andere Suchmaschinen möglich, Ihre Seite richtig zu verorten.

Mobile Only – Darauf sollten Sie achten

Mit immer leistungsfähigeren Smartphones, Tablets und anderen mobilen Endgeräten steigt auch die mobile Internetnutzung stetig an. Google hat darauf früh reagiert und auf Mobile First umgestellt. Das bedeutet, dass die mobile Version einer Seite die Grundlage für die Indexierung ist.

Was müssen Sie bei Mobile SEO beachten?

  • Responsives Webdesign: Das sogenannte responsive Design ermöglicht es, Ihre Webseite auf allen Endgeräten optimal darzustellen. Durch den modularen Aufbau einzelner Webseitenelemente kann der Aufbau immer an die Größe des verwendeten Bildschirms angepasst werden. So ist Ihre Webseite sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Handy gut bedienbar.
  • AMP einrichten und verwenden: Mit AMP (Accelerated Mobile Pages) bietet Google die Möglichkeit, besonders wichtige Seiten so zu konfigurieren, dass diese schneller mobil verfügbar sind. Prüfen Sie, ob diese Maßnahme für Sie geeignet ist.
  • Crawling, Ladezeiten und Co.: Im Endeffekt gelten für die Suchmaschinenoptimierung Ihrer mobilen Webseite die gleichen Regeln, wie für die stationäre Seite. Crawlbarkeit, Ladezeit, fehlerfreie Darstellung und mehr – das alles muss auch für eine mobile Seite überprüft und gegebenenfalls optimiert werden.
Tipp: Google selbst bietet die Möglichkeit, die Mobilfreundlichkeit Ihrer Webseite zu prüfen. Nutzen Sie hierzu folgendes Tool: https://search.google.com/test/mobile-friendly

google mobile friendly test

Beispiel für ein Ergebnis vom Google Test für mobile Geräte
  • User Experience: Denken Sie daran, dass Nutzer unterwegs wenig Zeit haben und auch auf der mobilen Seite schnell und einfach das erhalten möchten, was sie suchen. Für eine erfolgreiche mobile Webseite ist eine optimierte User Experience unerlässlich!

Wer im Netz erfolgreich sein will, kann heute auf eine mobile Seite nicht mehr verzichten. Achten Sie darum im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung darauf, dass diese einwandfrei funktioniert und gängigen SEO-Richtlinien entspricht.

Content – Starke Inhalte für eine wirksame Suchmaschinenoptimierung

Wenn Sie sich mit dem Thema Content im Web befassen, lesen Sie früher oder später den Satz „Content is king!“.
Auch wenn man den Spruch schon tausendmal gehört hat: Damit lässt sich die Relevanz, die hochwertige Inhalte für den Erfolg einer Webseite haben, gut zusammenfassen. Google verlässt sich bei der Einordnung und Bewertung von Webseiten immer stärker auf Informationen, die aus dem Content gewonnen werden.

Was ist Content?

Content bedeutet übersetzt „Inhalt“ und bezeichnet im Internet alle Arten von Inhalten, also Texte, Videos, Bilder, Grafiken und mehr.

Grundlegend ist alles Content, was Information vermittelt. Texten kommt dabei eine besonders wichtige Rolle zu, denn sie werden von den Suchmaschinen sehr genau analysiert.

  • Content Strategie
  • Optimierung bzw. Erstellung
  • Content-Design/Usability
  • Trend 2019: User-Intent

1. Content Strategie – Was wollen Sie mit Ihrem Content erreichen?
Wenn Sie eine schlüssige Strategie für Ihre Suchmaschinenoptimierung entwickelt haben, dann ist hier nicht mehr viel zu tun. Sie haben wichtige Keywords identifiziert und wissen genau, welche Themen Ihre Texte behandeln sollten. Auch Ihre Planung der Webseiten-Architektur (Silos usw.) sorgt für Klarheit in Sachen Content-Strategie.

2. Optimieren und erstellen: So entsteht Content, der für eine Suchmaschinenoptimierung geeignet ist

Auf Basis von Content Audit und Content-Strategie entscheiden Sie nun, welche Texte Sie auf Ihrer Webseite neu erstellen oder nach SEO-Kriterien überarbeiten. Dabei gibt es verschiedene Aspekte zu beachten. Keine Sorge, auch hier haben wir eine Checkliste für Sie vorbereitet, zunächst müssen wir allerdings auf einen wichtigen SEO Trend 2019 eingehen, der sich maßgeblich auf Ihren Content auswirkt: den User-Intent.

Trend 2019: User-Intent als Maßstab für Content-Marketing 2019

Sucht man nach dem Keyword "Badesalz", so versucht Google bei den Ergebnissen drei unterschiedliche Suchintentionen zu bedienen. 

user intent navigational

Navigational

user intent informational

Informational

user intent transactional

Transaktional

Google beschäftigt sich vornehmlich mit einer Frage: Was wollen User wirklich? Der sogenannte User-Intent (oder auch Search-Intent) – also das Bedürfnis hinter der Suchanfrage – ist für die Suchmaschine der heilige Gral.

Wer versteht, was User mit einer Anfrage wirklich wollen, kann die bestmöglichen Suchergebnisse präsentieren. Mit der Weiterentwicklung der Google KI RankBrain (dazu später mehr) kommt Google diesem Ziel in den letzten Jahren immer näher. Mittlerweile hat wohl jeder schon einmal auf gut Glück eine vage Suchanfrage gestartet und war dann überrascht, dass Google tatsächlich wusste, was gemeint war. Hier haben Sie die Google KI in Aktion erlebt – und im besten Fall natürlich auch eine gelungene Content Optimierung.
Der User-Intent steht im Zentrum Ihrer Content-Erstellung. Mit Ihrem Text geben Sie immer Antwort auf eine spezifische Suchanfrage, sodass auch Sie sich genau überlegen müssen, was Ihre Leser wirklich wollen. Möchten sie informiert oder unterhalten werden? Suchen Sie ein spezifisches Produkt? Je genauer Sie bei der Planung über den User-Intent Bescheid wissen, umso besser können Sie Ihre Inhalte daran anpassen.

Schritt Nummer 1 für jede Content-Erstellung oder –Optimierung ist also: Finden Sie den User Intent hinter Ihrem Thema/Keyword.

Wie findet man den Search-Intent für ein Keyword heraus?

Schauen Sie sich z.B. die ersten Platzierungen zu diesem Keyword genauer an. Nutzen Sie hierfür ein SEO-Tool oder startpage.com, damit Sie Google Ergebnisse erhalten, die nicht auf Basis Ihrer Suchhistorie personalisiert sind.
Ranken eher Webseiten mit einem informativen Fokus oder geht es um eine Dienstleistung? Anhand dieser kurzen Analyse können Sie in der Regel schnell entscheiden, wie der Search-Intent für Ihr Thema ausfällt.

Nachdem Sie Schritt Nummer 1 auf dem Weg zum perfekten SEO-Content gemacht haben, geht es jetzt mit Schritt Nummer 2 weiter:  

So schreiben Sie guten Content – Auf diese Punkte müssen Sie achten

  • Content mit Mehrwert: Nicht nur Suchmaschinen wie Google, sondern auch User schätzen es sehr, wenn Texte nicht nur Lückenfüller sind, sondern viele Informationen vermitteln. Schreiben Sie Ihre SEO-Texte daher immer für den Leser, d.h. gehen Sie mit Ihren Inhalten auf die Bedürfnisse ein, die hinter der Suchanfrage stehen. Suchmaschinen analysieren Texte heute sehr genau und können feststellen, ob es sich um inhaltslose Worte oder um einen SEO-Text mit echtem Mehrwert handelt. Sie können natürlich auch eine Agentur beautragen, Ihre Texte schreiben zu lassen.
  • Einzigartiger Content: Jeder Text im Web muss unique, also absolut einzigartig sein. Ist dies nicht der Fall oder sind Inhalte gar von anderen Seiten kopiert bzw. nur leicht abgewandelt, so wird dies Google negativ auffallen.
  • Keywording: Mit Keywording im Rahmen Ihrer Suchmaschinenoptimierung haben Sie bereits den wichtigsten Schritt zum perfekten Content getan. Wenn Sie herausgefunden haben, welche Schlüsselbegriffe für einzelne Themen und Unterseiten relevant sind, können Sie diese als Haupt-Keywords für Ihren Text festlegen.
  • WDF*IDF: Eine Methode, mit der Sie wichtige Begriffe rund um ein Hauptkeyword identifizieren, ist die WDF*IDF Analyse. Diese basiert auf einer Formel, die den Content der zu einem Keyword bestplatzierten Webseiten untersucht und herausfindet, welche Begriffe diese Seiten besonders häufig nutzen.
    Eine WDF*IDF Analyse gibt eine Richtung für den Inhalt Ihres Textes an, sollte aber nicht Ihr einziger Fokus bei der Content-Erstellung sein. Verwenden Sie nur WDF*IDF Terme, die zum Thema Ihres Textes passen, und achten Sie bei der Häufigkeit ihrer Verwendung darauf, dass der Text gut lesbar bleibt.
  • Das richtige Sprachniveau: Im Netz möchten wir Informationen schnell und unkompliziert erhalten. Daher erwarten User in der Regel einen leicht zugänglichen Sprachstil. Achten Sie bei Ihrem Content also auf ein passendes Sprachniveau für Ihre Zielgruppe. Ein gängiger Richtwert für den Otto-Normal-Leser: Ab mehr als einem Nebensatz wird es kritisch.
  • Leserfragen beantworten: Moderner Content soll Usern schnell und direkt ihre Fragen zu bestimmten Themen beantworten. Recherchieren Sie darum für Ihren SEO Text die häufigsten Nutzerfragen und beziehen Sie diese mit in Ihren Content ein.
  • Textsorte, Ansprache & Ton: Kategorie-Text, Blogbeitrag oder Produktbeschreibung – das sind nur einige Beispiele für Textsorten, die Sie im Internet nutzen können. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung sollten Sie sich bei der Erstellung und Optimierung von Content daher immer auch fragen: Welche Textsorte ist für meinen Inhalt am besten geeignet?
    Eng verbunden mit der Wahl der richtigen Textsorte ist die Ansprache. Wollen Sie die User mit „Sie“ oder „Du“ ansprechen, also seriöse Distanz aufbauen, oder eine direkte, freundliche Verbindung herstellen?
    Auch der Ton der Texte spielt hier eine wichtige Rolle. Wollen Sie Wissen für Ihre Leserschaft eher locker verpacken, oder möchten Sie dezidierte Inhalte produzieren, die den Anforderungen eines Fachpublikums gerecht werden?

4. Content Design: So sehen gute Texte aus
Inhalte im Web müssen auf den ersten Blick überzeugen. Anders als in einem Buch liest niemand einen SEO-Text ganz geradlinig von links nach rechts oder von oben nach unten. Auf dem Bildschirm ist das zu anstrengend und kostet zu viel Zeit. Daher springt das Auge von Highlight zu Highlight. In der Fachsprache nennt man das „skimmen“. Der Textaufbau sollte das Skimmen also unterstützen.

Die Gestaltung von Content im Web spielt damit eine wichtige Rolle für die Suchmaschinenoptimierung. Ist für User auf den ersten Blick erkennbar, ob sie auf Ihrer Seite fündig werden, so bleiben sie länger und informieren sich eingehender.
Worauf sollten Sie beim Content Design achten?

  • Machen Sie Ihre Texte sichtbar und verstecken Sie sie nicht hinter Buttons und Tabs.
  • Verwenden Sie Aufzählungen, um Usern einen schnellen Überblick zu geben.
  • Bauen Sie Videos, Grafiken und Bilder ein.
  • Schreiben Sie keine zu langen Absätze.

Hochwertiger, einzigartiger Content, der perfekt auf die Lesegewohnheiten im Netz abgestimmt ist: Wenn Sie im Rahmen Ihrer Suchmaschinenoptimierung genau das bereitstellen, werden Sie nicht nur Ihre Zielgruppe, sondern auch die Suchmaschinen überzeugen. Am Ende geht es vor allem um eines: Qualität! Lassen Sie sich bei der Optimierung und Erstellung Ihrer Texte also Zeit und wenden Sie sich an einen Profi, sofern Sie nicht selbst zum Texter geboren sind.

3. Schritt: Offpage Optimierung – So wird Ihre Seite im Web gestärkt

Die Onpage Optimierung widmet sich Ihrer Webseite selbst. Bei der Offpage Optimierung kommt es nun darauf an, sie im Netz stark zu positionieren. Dafür gibt es vor allem ein Mittel: den Backlinkaufbau.

Was genau Backlinks sind, haben wir weiter oben schon erklärt. Jetzt wollen wir uns genau anschauen, wie Sie diese Empfehlungen von anderen Webseiten erreichen.

Das wichtigsten Backlinkaufbau Strategien

  • Content-Seeding: Vernetzung durch Blogger und Portale
    Für einen themenrelevanten Backlink gibt es nichts besseres, als die Verbindung zu einer Seite, die sich mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung befasst. Vor allem Blogs und Wissens-Portale sind hier eine gute Anlaufstelle. Wichtig hierbei: Der von Ihnen angebotene Content sollte hochwertig sein und überzeugen.
  • Expertenwissen zeigen: Vernetzung durch Repräsentation
    Sie wissen in Ihrem Metier gut Bescheid? Dann können Sie das demonstrieren. Zunächst natürlich auf Ihrer eigenen Seite, aber mit der richtigen Vernetzung auch auf anderen Seiten. Dies geht in Form von Gastbeiträgen oder Interviews, die Sie - ähnlich wie den schon von Ihnen erstellten Content - gezielt anbieten können.

Schritt 4: ControllingErfolg muss messbar sein

Wie zu Beginn der Suchmaschinenoptimierung ist auch nach der Umsetzung aller initialen Maßnahmen immer eine genaue Analyse notwendig. Sie hat das Ziel, den Erfolg der durchgeführten Maßnahmen zu überprüfen.

Beim sogenannten Controlling wird auf Basis der früher zusammengestellten Daten klar, ob die Optimierung erfolgreich verlaufen ist, ob es irgendwo Probleme gibt und ob an bestimmten Stellen noch Potenzial ungenutzt geblieben ist.

Wie funktioniert Controlling im SEO?

Auch für das Controlling werden spezifische SEO Tools eingesetzt. Diese geben Aufschluss darüber, wie die Webseite sich entwickelt, und ob offensichtliche Fehler durch die Suchmaschinenoptimierung behoben wurden.

Was genau kontrolliert wird, haben Sie bereits am Anfang durch die Zielsetzung der Optimierung festgelegt. Typische KPIs, die sich jetzt überprüfen lassen, sind:

  • Erhöhte Sichtbarkeit
  • Gesundes Backlink-Netzwerk (Beseitigung schädlicher Backlinks)
  • Erhöhte Reichweite
  • Rankingverbesserung zu spezifischen Suchbegriffen
  • Verkürzte Ladezeit
  • Verringerte Absprungrate
  • Höhere Conversion-Rate

Achten Sie beim Controlling darauf, dass einige Optimierungsmaßnahmen erst nach einiger Zeit ihre volle Wirkung entfalten. Wollten Sie beispielsweise mit einem hart umkämpften Short-Tail Keyword auf der ersten Seite gefunden werden, kann dies Monate dauern. Behobene Fehler oder Verbesserungen am Code der Seite machen sich demgegenüber schneller bemerkbar.

Unser Fazit zum Ablauf der Suchmaschinenoptimierung: Die Optimierung ist nie vollendet!

Wer sich mit dem Internet befasst, wird sehr schnell feststellen: Hier bleibt nichts, wie es ist. Alles kann sich von einem Tag auf den anderen verändern – auch die Rankingfaktoren der Suchmaschinen.

Zahlreiche Google Updates haben in der Vergangenheit bewiesen, dass die Maßnahmen, die heute für Ihr Ranking entscheidend sind, morgen schon keine Bedeutung mehr haben können. Dafür könnten ganz neue oder bisher nicht so schwer gewichtete Rankingfaktoren auftauchen. Ob die Veränderungen klein oder groß sind: Sie sind für SEOs Teil des Alltags und darum gilt der Leitspruch: „Eine Suchmaschinenoptimierung ist nie abgeschlossen.“.


So macht man SEO also richtig - aber ganz unkompliziert ist es nicht! Tatsächlich gibt es viele typische Fehler. Welche das sind, zeigt Google in diesem Video.

III. Google RankBrain & SEO: Wie optimiert man für Google RankBrain?

Das Jahr bringt im Bereich SEO viele Verändrungen. Zu den wohl wichtigsten Trends, die wir in diesem Jahr und auch darüber hinaus beobachten werden, gehört die Weiterentwicklung des Google RankBrains und anderer KIs, mit denen die Suchmaschine noch besser in der Lage sein wird, Webseiten einzuordnen sowie zu bewerten.
Die Intention ist klar: Künstliche Intelligenzen sollen lernen, wie man eine Webseite versteht und wie man erkennt, ob es sich um die richtige Antwort auf die Suchanfrage der Nutzer handelt. Dabei lernen künstliche Intelligenzen selbstständig. Sie bauen Ihr Wissen stetig aus und können sich an Veränderungen leicht anpassen. Nicht nur für die Suchmaschinenoptimierung ist die Verwendung von KIs die Zukunft.

Für einen SEO Ratgeber 2019 ist es unerlässlich, auch auf dieses Thema einzugehen und alle wichtigen Fragen rund um die Suchmaschinenoptimierung und den Einsatz von KIs zu beantworten:

Was ist Google RankBrain?

Vielfach wird das Google RankBrain auch als Rankingfaktor bezeichnet, der sich vor allem mit der Relevanz von Webseiten für die jeweilige Suche befasst.

Seit RankBrain 2015 eingeführt wurde, hat sich die KI stark bemerkbar gemacht. Mit ihr wurde es für Google leichter, auch nie zuvor gestellte Suchanfragen zu verstehen und Long-Tail Anfragen richtig einzuordnen. Auch hat die KI gelernt, Umgangssprache oder regionale Sprachbesonderheiten richtig zu interpretieren. Die Verarbeitung von Fragen, die über Sprachfunktionen in Smartphones und anderen Geräten eingehen, werden ebenfalls von der KI bearbeitet.

Wir haben für Sie zusammengefasst, worauf Sie bei einer Suchmaschinenoptimierung 2019 achten sollten:

  • User Intent stärker einbeziehen
    Welches Interesse steht hinter einer Suchanfrage? Wollen User etwas kaufen (transactional intent), sich informieren (informational intent) oder möchten Sie an einen bestimmten Ort gelangen (navigational intent)? Indem Sie bei der Optimierung Ihrer Webseite (vor allem im Bereich Content) darauf achten, auf den User Intent hinter der für Sie relevanten Suchanfrage einzugehen, machen Sie Ihre Website auch in den Augen der KI attraktiv für die Positionierung in den SERPs. 
  • User-Fragen und Bedürfnisse beantworten
    Wie oben beschrieben schaut sich RankBrain an, wie Nutzer mit einer Seite in den SERPs interagiert haben. Ein langes Verbleiben auf Ihrer Seite (auch Dwell-Time genannt), ist ein Indikator dafür, dass sie bei Ihnen gefunden haben, was sie suchten. Kehrten die Nutzer schnell zu Google zurück, um ein anderes Suchergebnis anzuwählen, so bot Ihre Seite nicht die passende Antwort. Beziehen Sie darum ganz konkret die Fragen und Bedürfnisse Ihrer Nutzer für die Suchmaschinenoptimierung mit ein. Durch einschlägigen und User-Intent-optimierten Content sowie durch eine gute User-Experience sorgen Sie dafür, dass die Interaktion mit Ihrer Webseite der KI klares Interesse signalisiert. 
  • Themen sachgemäß behandeln
    Wer viele Informationen liefert, der hat eine gute Chance, Nutzern ihre Fragen zu beantworten. Achten Sie darum darauf, Themen für Ihre Unterseiten umfangreich und sinnvoll zu behandeln. Schreiben Sie bei allgemeinen Suchanfragen Pillar-Texte, die alle Fragen rund um ein bestimmtes Thema abdecken oder geben Sie ganz spezifische, inhaltsstarke Antworten auf ebenso spezifische Suchanfragen.
  • Für Menschen optimieren
    Unser letzter Tipp für eine Suchmaschinenoptimierung für KIs wirkt nur auf den ersten Blick widersprüchlich: Optimieren Sie Ihre Webseite und alle dazugehörigen Inhalte nicht primär für die Suchmaschinen, sondern für Ihre Nutzer. Warum ist diese Strategie erfolgreich? Google selbst verfolgt mit dem Einsatz von RankBrain und anderen KIs das Ziel, die menschliche Komponente der Arbeit, die für den Erfolg der Suchmaschine nötig ist, zu ersetzen. RankBrain und Co. sollen die Suchanfrage in all ihren Feinheiten verstehen können.

Fazit – Die Suchmaschinenoptimierung geht weiter

Wer im Angesicht von immer mehr künstlicher Intelligenz fürchtet, die Suchmaschinenoptimierung habe bald keinen Platz mehr im Online Marketing, darf also beruhigt sein. Wenn überhaupt wird SEO in Zukunft noch spannender!

Mit der Weiterentwicklung von KIs wie Google RankBrain und fortlaufenden Algorithmus Updates kommen immer wieder neue Herausforderungen auf alle zu, die im Web um Top-Platzierungen kämpfen. Dass die Anforderungen an eine Suchmaschinenoptimierung mit immer komplexeren KI-Lösungen und Strategien steigen werden, sollte niemanden einschüchtern, ganz im Gegenteil: Wir freuen uns darauf, diesen Guide in Zukunft noch oft zu überarbeiten und zu erweitern!


RankBrain ist natürlich nicht der einzige wichtige Trend. Es tut sich viel im Web! In diesem Video finden Sie heraus, was Google selbst aktuell zur Zukunft von SEO zu sagen hat.

 
Murat
Author
Murat Ulusoy
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